dichtungsmasse oder doch nicht ?

nicht ganz dicht ? Gewinde oder Dichtung im Eimer ?
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Hannes23
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dichtungsmasse oder doch nicht ?

Beitrag von Hannes23 »

ich hätte eine allgemeine frage,

wie haltet es ihr mit dem einsatz von div. dichtungmassen?

es gibt schrauber die packen das zeugs überall rein mit alten oder neuen dichtungen, ganz harte jungs verwenden nur dichtmasse und dann noch die variante neue dichtung, möglichst orginal vom hersteller, und gut ist es.
das silikonzeugs findet man dann oft im ganzen motor und ich denke oft schadet es mehr als es nützt.

gerade beim zylinder/zylinderkopf ist die dichtung 3-teilig, also sollte durchaus auch ohne silikon ihre aufgabe erfüllen.
auf der gehäusedichtung ist ja schon eine art gummierung drauf, also eigentlich auch nicht notwendig.

früher (im letzten jahrtausend) war so eine "braune pampe" (ich glaube curil) das optimum, ist aber ausgehärtet.
hatte dann lange loctite in rot in verwendung, blieb elastisch und jetzt scheint dirko der standard zu sein.
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Hiha
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Re: dichtungsmasse oder doch nicht ?

Beitrag von Hiha »

Wenn ich Silikon nehme, dann meist das transparente Omnivisc 1050, das wird aber nur hauchdünn mit dem Finger ausgestrichen, gleiches gilt für DirkoHT, dann findet man garantiert keine Silikonwürschtl im Ölkreislauf. Für Kopfdeckel und Gehäusehälften nehm ich anaerob aushärtendes Loctite Flächendicht, so ein orangefarbiges Zeuch. Papierdichtungen reib ich gelegentlich dünn mit Curil T ein, das ist ein dauerplastisches (un)wohlriechendes grünes Zeug, das man -entgegen der Beschreibung- sonst für garnix brauchen kann. Aber als Papierdichtungsunterstützung ists wirklich gut.
Dreilagige Zylinderkopfdichtungen werden bei mir häufig wiederverwendet, weil der Rennbetrieb sonst zu teuer wird, wenn ich die jedesmal wechseln würde. Dazu wird die Dichtung zerlegt, die einzelnen Bleche picobello mit dem Rostradierer geputzt, entfettet und dünn mit Zink/Aluspray eingenebelt. Nach dem Trocknen dichtet das wie am ersten Tag.

Gruß
Hans

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motorang
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Re: dichtungsmasse oder doch nicht ?

Beitrag von motorang »

Ich nehm Loctite Motorsilikon für da wo es vorgesehen ist ...
Motorhälften, Zylinderdeckel
Wenn ich (unterwegs oder weil kein Ersatz da ist) eine Papierdichtung retten muss oder nochmal einbauen, dann versuche ich die so gut als geht zu entfetten und zu trocknen, und dann beidseitig dünnst mit Motorsilikon ... eine alte Dichtung passt sich kaum dem Untergrund an und wird sonst nur selten wirklich dicht.

Loctite 5926 Flächendichtung ("Silikon-Flächendichtung blau"), oder für temperaturbelastete Bereiche: Loctite 5920 Copper (bis 350°, damit geht zur Not auch eine schon mal verbaute Zylinderkopfdichtung (die klassische, nicht die mehrlagige Metalldichtung) einmal durch den libyschen Erg und retour.
Ist das das "Loctite rot" das Du meinst, Hannes?

Dirko HT hatte ich auch mal, taugt. Im kleinen Reisebesteck ist das erwähnte Loctite 5920 Copper.

Neue Papierdichtungen (Lima, Kupplung ...) bestreiche ich deckelseitig mit Silikonöl aus dem Modellbaubedarf und auf der Motorseite mit Fett oder eben dünn mit dem blauen Silikonzeug, dann bleibt die Dichtung bei der Montage an Ort und Stelle, und bei der Demontage bleibt sie in den meisten Fällen intakt und auf der Motorseite picken und löst sich gut vom Deckel. Besonders bei periodisch zu öffnenden Deckeln wie dem Lichtmaschinendeckel der XT500/SR500 zur Ventilspielkontrolle/Zündungseinstellerei.

Gryße!
Andreas, der motorang

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Hannes23
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Re: dichtungsmasse oder doch nicht ?

Beitrag von Hannes23 »

.. die loctitebestände sind schon lang aufgebraucht, war rot und wenns trocken war wie ein gummiringerl. war schweineteuer, aber super zu verarbeiten.

das zeugs aus dem letzten jahrhundert war eine braune stinkende flüssigkeit, die dann ausgehärtet ist, wie klebstoff ( mein vaer schwörte drauf). entfernen konnte man es fast nicht mehr. curil war es in diesem fall nicht....

ich hab beim zylinderkopfdeckel dünn dirko verbaut, ...der motor sollte eigentlich wieder 40t km zu bleiben, dann gibts wieder frische dichtungen zum goldpreis...
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Henner
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Re: dichtungsmasse oder doch nicht ?

Beitrag von Henner »

Motoritz hatte mir mal Permatex Ultracopper empfohlen. Selbst bei zu dichtem Auftrag bleibt es dann als Wurst hängen und fällt nicht in den Motorraum. Müsste irgendwo noch 1-2 Tuben sogar liegen haben.
Grüße, Henner

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Maybach
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Re: dichtungsmasse oder doch nicht ?

Beitrag von Maybach »

Ich schmiere die Dichtungen der Seitendeckel immer mit einer hauchdünnen Schicht Hylomar ein, d. h., nicht die Dichtung, sondern einer Dichtungsfläche. Das hat ich eigentlich ganz gut bewährt.

Maybach

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Henner
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Re: dichtungsmasse oder doch nicht ?

Beitrag von Henner »

Papierdichtung haben von mir nur einen hauchzarten Ölfilm bekommen, dass sie an der Stelle kleben bleiben. Dicht waren sie alle
Grüße, Henner

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Hiha
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Re: dichtungsmasse oder doch nicht ?

Beitrag von Hiha »

Hannes23 hat geschrieben:
Do 19. Dez 2019, 18:16
das zeugs aus dem letzten jahrhundert war eine braune stinkende flüssigkeit, die dann ausgehärtet ist, wie klebstoff ( mein vaer schwörte drauf). entfernen konnte man es fast nicht mehr.
Das kenn ich unter dem Namen Fluid, ich glaub VR400 oder so, jedenfalls von der Fa. Teroson. Honigfarben, stinkt nach Phenolharz, wird splitterhart, und ist einfach nicht mehr zeitgemäß....

Gruß
Hans

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Hannes23
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Re: dichtungsmasse oder doch nicht ?

Beitrag von Hannes23 »

...genau sowas war es, mein Vater nannte das Zeugs Hermetic.
Dazu haben wir selbst Dichtungen aus Dichtungspapier , auf der Kante vom Gehäuse (!) gehämmert,...aber dicht war es.

Ich denke das stammte noch aus der Zeit der Korkdichtungen ;-)
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