Welches Öl beim Getriebeeinbau

Getriebe, Lager, Ventiltrieb, Kolben, mechanische Geräusche, Kupplung
Benutzeravatar
christian78
Beiträge: 5853
meble kuchenne Ruda Śląska Rybnik Tychy
Registriert: Do 14. Okt 2010, 17:15
Wohnort: Ja

Re: Welches Öl beim Getriebeeinbau

Beitrag von christian78 »

Da gibts entweder das einfache Öl von Tante Louise.
Ich nehm das Castrol Power1 in 20W50. Beide Jaso MS2.

Die Viscosität und das Kleben der Kupplung:
Da gehen die Meinungen und Erfahrungen ja stark auseinander. Ich habe nach großen Kupplungsproblemen eine von Moritz empfohlene TRW eingebaut. Seitdem trennt sie traumhaft wie auf Wolken - selbst nach langer Standzeit.
Diese Kupplung habe ich dann auf 20W50 umgestellt - absolut keine Veränderung von 10W.
Ich sehe keinen Grund 10W zu fahren. Zumal ist 20W ja auch von Yamaha empfohlen.

Ich habe mal gelernt:
Der erste Wert ist das Grundöl und der zweite Wert wird im warmen Zustand durch Viscoverbesserer erreicht - welche mit der Zeit nachlassen.
Je kleiner die Spanne zwischen den beiden Werten, desto besser ist die Scherstabilität - wichtig im Getriebe. Wegen den Viscoverbesserern.

Ich weiß nicht, ob das fachlich korrekt ist - aber ich bin der Meinung, dass ein 20W dem Getriebe besser tut. Der Kupplung ists egal, also rein damit.

Die Kupplung ist ja bei der XT eine Diva. Manche haben Kleben im kalten Zustand, manche im warmen zustand. Bei anderen rutscht sie,... Da ist jedes Problem anders. Eine Komplettlösung "Nimmste das Öl" gibt es nicht. Manchmal hilft umölen alleine, manchmal nicht, oder schafft vielleicht sogar neue Probleme.
Ich hatte große Probleme und habe nun eine Kombination, die schön läuft - ich lasse da jetzt meine Finger von und ändere nichts mehr. :mrgreen:
2kf blau :P

Benutzeravatar
MrEyeballz
Beiträge: 79
Registriert: Mo 1. Jun 2015, 08:27
Wohnort: Biebesheim

Re: Welches Öl beim Getriebeeinbau

Beitrag von MrEyeballz »

Ja weil angeblich die Viskositäsverbesserer mit der Zeit nachlassen. Ich fahr Motul 7100 15w50.
Am Ende liegt das Problem mit der Hertzschen Pressung ja woanders. Klar, dünne Suppe machts nicht besser, aber die Öle heutzutage sind ja auf nem anderen Qualitätsniveau als vor 30 Jahren. Wenns danach ginge, düft man nur 20W50 von Ravenol auf PAO Basis fahren. Da kost allerdings der Kanister über 100€, da steht in keinem Verhätnis.

Die Kupplungsbeläge von Lucas (TRW) sind top, fahr ich auch. Frau hat ne 1VJ, da waren die von EBC drin, Katastrophe.
Meine 3 Buben heissen alle Fritz. Ausser der Karl, der heisst Schorsch.

Benutzeravatar
christian78
Beiträge: 5853
Registriert: Do 14. Okt 2010, 17:15
Wohnort: Ja

Re: Welches Öl beim Getriebeeinbau

Beitrag von christian78 »

Der Einzylinder zerhaut halt das Getriebe. Und dann noch bei den älteren Modellen das ungünstige Verhältnis zwischen Getriebedrezahl und Dremoment. Dann noch dass das treibende Zahnrad größer ist, als das getriebene.
Und dann noch die gerade Verzahnung.
Und dann decken sich die Flächen beim eingelegtem Gang toleranzbedingt oft nur zu 90 Prozent.
Und überhaupt.


Die TRW ist wirklich top - ich war vorher skeptisch. Moritz hatte mich überredet.
Vorher ist sie beim Kaltstart bei gezogener Kupplung losgefahren "BÄÄÄM" :shock:
Warm ists dann so geworden, dass nur das typische Problem beim Finden vom Neutral im Stand war.
Das ausgebaute Paket konnten wir in der Werkstatt hin und her werfen, das ist nicht auseinandergefallen.
Und jetzt kommt nur ein leises Klick. Neutral lässt sich kalt und warm im Stand perfekt finden.
Zu meiner zweiten Überraschung ist das nach Umstellen von 10W auf 20W so geblieben. Kein merklicher Unterschied, auch nicht beim Kaltstart, auch nicht nach 6 Monatiger Standzeit. Super, kann ich nur empfehlen.

Ich hatte vorher mit der alten Kupplung auf Henners Empfehlung das günstige 10er von Tante Louise probiert, was bei vielen geholfen hat. Bei mir leider nicht.
Ganz früher, vor 20 Jahren hatte ich immer Motol drin. Ich weiß nicht mehr, das war glaub ich 20W40. Das Problem hatte sich mit den Jahren eingeschlichen.

In ner 94er 3tb haben wir auch schon alles durch, 10W, 15W, 20W => das ist bei der XT scheißegal. Wenn du Probleme mit der Kupplung hast, musst du sowieso mal dran.
Der hatte mal PKW Öl rein und sie ist zeitweise mal gerutscht, das ging aber wieder von selber weg.
2kf blau :P

Straßenschrauber
Beiträge: 1389
Registriert: So 29. Mär 2020, 21:38

Re: Welches Öl beim Getriebeeinbau

Beitrag von Straßenschrauber »

Beim Ölwechsel ist das sehr ok.
Nach Totalzerlegung weißt Du so aber nicht, ob die Ölpumpe Öl bekommt. Das oben eingefüllte Öl wird dann nach oben gepumpt, aber Du bist nicht sicher, ob dann weiter Öl aus dem Tank gefördert wird.

Da kann man nicht vorsichtig genug sein.

Mit nach rechts geneigtem Motor füll ich deswegen immer wieder (auch mit einer Pressol-Kanne) Öl in den Ölzulauf, ohne den Schlauch vom Öltank.
Das kann einige Zeit dauern, bis das Öl dauerhaft oben an der Öffnung stehenbleibt.
Druckbeölung (Spritze) an der Stelle könnte auch funktionieren: Solange Öl blasenfrei reindrücken, bis es oben am Ölfilter rauskommt.
Hab ich aber noch nie gemacht, graue Theorie.
~-o|-

Antworten