XT600 als Wintermaschine

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christian78
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Re: XT600 als Wintermaschine

Beitrag von christian78 » So 25. Nov 2018, 20:05

Bevor du schraubst, prüfe mal nur.
Das Problem haben viele und bekommen es nicht weg => hier Geld reinstecken ist oft angezündetes Geld.

Schalte wir beschrieben beim Hinrollen an die Ampel in N.
Man soll ja auch nicht im Stand schalten.
Es macht keinen Unterschied, ob du von 1 und 2 in N schaltest, oder ob du von 2 in 3 oder 3 in 4,... schaltest. Das sind die selben Vorgänge...
Bloß beim Fahren merkst du das nicht, weil sich das Hinterrad dreht und du beim Schaltvorgang automatisch die Motordrehzahl anpasst.

Kurz bevor du stehst, schalte beim Hinrollen an die Ampel in N, geht sehr leicht.
Und wenn du doch mal im 2 an der Ampel stehst - na und, du kannst auch im 2. anfahren.
Ich wohn zwar nicht am Arsch der Welt, aber man kann ihn von hier aus hervorragend sehen!

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christian78
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Re: XT600 als Wintermaschine

Beitrag von christian78 » So 25. Nov 2018, 20:15

Achso, was ich immer mache:
Vor dem Kaltstart die Kupplung losrucken und nen Meter schieben. Also mit Gang drinnen und Kupplung gezogen.
Dann krachts beim ersten Einlegen des Ganges nichtso - und wenn du willst, kannst du dem Mopped vorner nen Schubbs geben, dass es leicht rollt, bevor du den Gang einlegst. Dann kommts nicht so heftig.

Mit alter Kupplung hat bei mir das Hinterrad blockiert beim Losrucken. Jetzt mit der neuen ists besser.
Ich finde zwar N jetzt an der ampel, aber es ist scon wieder eine gewisse Kraft nötig.
Ich hoffe es wird nicht schlimmer - bin wirklich mit meinem Latein am Ende, was das Thema betrifft.
Ich werd auch nichts mehr probieren, weils eh wieder rausgeworfenes Geld ist.


Das mit deinem Tempomat:
Guck mal, ob nicht der Griffgummie an der Armatur schleift, passiert gerne beim Transport, wenn man das Mopped an den Griffgummis verzurrt. => Wieder etwas nach aussen kneten.
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christian78
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Re: XT600 als Wintermaschine

Beitrag von christian78 » So 25. Nov 2018, 20:34

Die korrekte Bezeichnung meiner Maschine ist XT 600 3TB, oder? Steige da nicht so ganz durch...
Du hast die normal XT, also nicht Tenere.
Das läuft unter "XT 600" mit entsprechendem baujahr. 3TB mit Baujahr ist die genaue Bezeichnung.
3TB ist die werkseitig offene Version.

Dann kann man noch unterscheiden 3TBK ohne E Starter mit einfachem Schaltplan und CDI => CDI wird nicht von der batterie, sondern von ner eigenen Spule der Lima versorgt.

3TBE mit TCI => Bordspannung für Zündfunken erforderlich.
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finy007
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Re: XT600 als Wintermaschine

Beitrag von finy007 » Mo 26. Nov 2018, 15:03

So hier mal das Video zur Maschine und der Sound.
Klingt doch nicht so rund wie ich am Anfang dachte, oder? Was könnte dieses klackern sein?

https://www.youtube.com/watch?v=c1ibxRcbt8I

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XTsucher
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Re: XT600 als Wintermaschine

Beitrag von XTsucher » Mo 26. Nov 2018, 17:36

Fahren. Fahren. Fahren.
Grüße, Frederik - der jetzt 1VJ fährt.
Original ist schön und gut - ich fahre lieber.
Projekt 2019:
- LED Zusatzscheinwerfer - dauert :-)

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christian78
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Re: XT600 als Wintermaschine

Beitrag von christian78 » Mo 26. Nov 2018, 19:17

Mach das nochmal, kalt und gib etwas Gas so ca 2000 - 3000 reichen.
Gib mal drei, vier kleine Gasstöße und lass sie wieder runter touren.
Interessant wäre der Umkehrpunkt von der Drehzahl.

Und das Gleiche dann nochmal warm, (mindestens 5km).


Auspuff und/oder Krümmer ist undicht...
Die Krümmer rosten gerne dierekt vorne am Auslass durch.
Pass bloß auf, dass du keine Schrauben abreißt.
Wenn du Lust hast, kannste die öfters mal mit Rostlöser einsprühen, damit das ein paar Wochen/Tage vorher einwirkt.
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finy007
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Re: XT600 als Wintermaschine

Beitrag von finy007 » Mo 26. Nov 2018, 20:23

christian78 hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 19:17
Mach das nochmal, kalt und gib etwas Gas so ca 2000 - 3000 reichen.
Gib mal drei, vier kleine Gasstöße und lass sie wieder runter touren.
Interessant wäre der Umkehrpunkt von der Drehzahl.
Und das Gleiche dann nochmal warm, (mindestens 5km).

Alles klar, wird morgen gemacht, mit der Drehzahl wird schwierig, meine hat keinen Drehzahlmesser sollte ich aber hinbekommen.
christian78 hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 19:17
Auspuff und/oder Krümmer ist undicht...
Die Krümmer rosten gerne dierekt vorne am Auslass durch.
Pass bloß auf, dass du keine Schrauben abreißt.
Wenn du Lust hast, kannste die öfters mal mit Rostlöser einsprühen, damit das ein paar Wochen/Tage vorher einwirkt.
Daher kommt das tackern, oder hörst Du das zusätzlich raus?
Wie meinst du ich soll bloß aufpassen, dass ich mir keine Schraube rausreiße?
Also bei was?

Edit:

Achso, durch den undichten Krümmer kommen sicher auch die Fehlzündungen, oder?
Ab und an knallt die echt wie nen Chinaböller, da erschrecke ich mich selbst total.
Knallt auch nicht direkt nach gaswegnahme, sonder oftmals erst nach 10 sekunden beim "ausrollen"...

Danke Dir für Deinen ganzen Support! :)

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christian78
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Re: XT600 als Wintermaschine

Beitrag von christian78 » Mo 26. Nov 2018, 20:27

Mittlere Drehzahl reicht, nicht hochdrehen.
Es geht mir nur um den kurzen Umkehrpunkt - hier hört man am meisten.
Auf dem Video höre ich nichts verdächtiges.

Man hört halt, dass der auspuff bläßt.
Ob das das ist, was Du meinst?


Knallen tut sie entweder bei undichtem Auspuff, oder Spritmangel/zu mageres Gemisch.
Spritmangel kann auch Falschluft heißen, oder defekter Luftfilter.
Der Auspuff ist deutlich hörbar undcht - das würde ich mal beheben.
Ja, die können hemmungslos knallen, auch beim Starten :shock:

Ich weis nicht, wie es bei der 3tb ist. Bei meiner 2kf war das Rohr innen durch - aussen ist eine zweite Blechhaut drum, so dass ich innen nicht hingekommen bin. Da hats immer rausgeraucht.
Hab die Blechhaut dann zugeschweißt und auch zum Rohr hin - waren zwei Nähte. Jetzt ists nach aussen hin zu. :mrgreen:
Krümmer schweißen ist voll ätzend - vorne brennst du ein größeres Loch rein, wie es vorher war.
Hartlöten würde vielleicht gehen.
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motorang
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Re: XT600 als Wintermaschine

Beitrag von motorang » Do 29. Nov 2018, 15:27

Ich häng mich auch noch rein ...
Wenn die vordere Bremse etwas fest sitzt muss kein neuer Bremssattel her. Da wird etwas Korrosion den Kolben klemmen lassen, das kann man wegputzen. Wahrscheinlich ist der Staubschutzbalg nicht mehr so super beienander.

Bremssatteldichtsatz besorgen, blaue ATE Bremssattel-Montagepaste und eine Tube Plastilube oder Bräklube. Einweghandschuhe, ein paar Putzlappen, Dose Bremsenreiniger.
Bremse wegbauen, Beläge raus, Sattel vom Halter trennen.
Staubschutzbälge entfernen.
Reservoir öffnen, Bremse betätigen und langsam die Bremskolben rauspumpen, gegebenenfalls etwas DOT4 im Reservoir nachfüllen. Die Kolben müssen gleichmässig/gleichzeitig rauskommen, ansonsten etwas in der Bremszange beilegen (Hartholzstück, Schraubenschlüssel) und den voreilenden Kolben blockieren bis der Nachzügler gleich weit heraussen ist. Dabei sollten die Kolben nach oben schauen. Irgendwann kommen die Kolben frei (zuerst lassen sie sich von Hand schon relativ leicht etwas kippen).
Kolben aus den Bremszylindern ziehen. Merken, wie herum sie drin waren (Fotos schaden nicht).
Bremszylinder mit Apothekenspritze leer saugen, alte Bremsflüssigkeit in Marmeladenglas oder ähnlichen zur Entsorgung sammeln.

Kolben: sind wahrscheinlich etwas korrodiert - mit Schleifvlies oder ganz feinem Schleifpapier die Unebenheiten entfernen, mit Bremsenreiniger zwischendurch sauber machen. Ganz winzige Löcher in der Verchromung machen nicht viel, außer dass es an den Stellen dann schneller wieder zu rosten beginnt ...

Zylinder: sauberwischen (Bremsenreiniger) und mit einer Stecknadel unter den Dichtring in der Zylinderwand fahren und den aus seiner Nut hebeln.
Prüfen ob IN der Nut (Nutgrund) Alukorrosion ist (weißer Belag), das ist ein häufiger Grund fürs schlecht zurückstellen - der Dichtring wird dadurch aus der Nut getrieben und klemmt den Kolben zu fest. Ebenso sollte Belag an den Zylinderwänden entfernt werden. Die Nut kratze ich mit einem passend gefeilten Stück Blech sauber, gehe mit Dremel und Messingbürstenradl hinterher.

Zylinder und Kolben mit blauer Paste dünn einschmieren, neuen (oder noch guten) Dichtring in die Nut einlegen (egal wierum wenn er neu ist, sonst so wie er drin war). Bremszylinder randvoll mit frischem DOT4 füllen, Kolben einsetzen und langsam gleichmäßig nach unten eindrücken. Dabei darf der Handbremshebel nicht gezogen sein und die bremsenflüftungsschraube muss zu sein, dann schiebt der Kolben die frische Bremsflüssigkeit durch die Leitung nach oben ins Reservoir. Daher oben den Deckel lose auflegen damit es nicht spritzt, und immer kontrollieren damit es nicht überläuft.
Sind die Kolben ganz drin, Schweinerei mit Bremsenreiniger saubermachen, etwas warten (ablüften), dann mit viel Geduld den (neuen?) Staubschutz bei den Kolben aufbringen. Beläge rein, Sattel in Halter bauen, dabei den Gleitstift noch prüfen ob der leichtgängig ist. Wenn nicht: dort noch nachschauen, putzen, neu schmieren (Plastilube oder Bräklube).

Bremse auf den Sattel bauen, bremsen bis die Beläge anliegen, dabei immer Stand der Bremsflüssigkeit im Reservoir im Auge behalten.

Trennmembrane ins Reservoir, Deckel drauf, fertig. Entlüftet ist dann schon, und Du hast einige Jahre Ruhe.

Tipp: falls da noch der alte gummierte Bremsschlauch drauf ist, lässt sich der vor dem Reindrücken der Kolben elegant gegen ein schlauchüberzogenes Stahlflex-Exemplar mit E-Nummer tauschen. Besserer Druckpunkt und mehr Sicherheit.

Dass das Getriebe sich im Stand schlecht schalten lässt ist üblich. Einfach beim Hinrollen schalten, oder Kupplung etwas kommen lassen und dann schalten. Beim Hinrollen tu ich mir leichter aus dem 2. Gang in Neutral zu schalten.

Normalerweise trennt die Kupplung gut genug dass das Mopped nicht von selber losfährt, sonst ist da was im Argen, verzogene Stahlscheiben oder abgewetzter Exzenter. Der üblichste Fall ist aber ein alter Kupplungszug, wo vielleicht schon ein paar Drähte gerissen sind oder die Hülle nicht mehr super steif ist, dann wird die Betätigung elastisch und hat damit weniger Arbeitsweg, die Kupplung trennt dann nicht mehr komplett. wenn man sie so einstellt dass sie gut trennt dann fängt sie unter Last an zu rutschen. Aber ich nehm mal nicht an dass Du so viel Pech wie Christian hast ... meine Kupplung macht beispielsweise genau was sie soll :D

So,
mehr geht sich in der Kaffeepause nicht aus zu schreiben. Gratuliere zum Kauf!

grym

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Maybach
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Re: XT600 als Wintermaschine

Beitrag von Maybach » Do 29. Nov 2018, 20:02

und Du hast einige Jahre Ruhe
Da hat der Motorang sehr recht!
Ich ergänze noch: mach das dann alle drei Jahre (zerlegen udn reinigen), das geht dann mit den vorhandenen Gummiteilen und Du hast immer eine gut servicierte Bremse.
Das sollten einem die eigenen Knochen (und die anderer Verkehrsteilnehmer!) auch wert sein.

Maybach

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