christian78 hat geschrieben: ↑Mi 10. Jun 2026, 15:25
Ich frug mich natürlich, was ich für fragwürdige Tipps gebe.
Ich frug mich so sehr, dass ich gerade selber eine haben will - siehe Suchebereich.
Die 3tbs sind in der Modellpflege gut, sind in der Anschaffung günstig und das sind wirklich extrem extrem extrem zuverlässige Moppeds.
Wenn man natürlich eine Bastelbude kauft mit Standschäden, oder eine mit >60000km, hat dir natürlich auch Schäden.
Fragwürdig war vielleicht etwas stark ausgedrückt. Klar - es sind geile Mopeds. Brauchen wir nicht drüber reden.
Aber wenn jemand eine solche Frage hier stellt:
Spätzleracer hat geschrieben: ↑Sa 30. Mai 2026, 20:04
Was für Kosten könnten auf mich zukommen in den nächsten 6-12 Monaten?
Dann heißt das für mich: Der Interessent ist nicht so tief in der Materie drin und hat wahrscheinlich noch nicht viel Altmaterial reparieren müssen und sich mit mannigfaltigen Problemen oder Ausfällen unterwegs rumschlagen müssen.
Dann wird sich ein "steinaltes" Moped gekauft, weil man in Foren liest, dass das alles "unzerstörbar" und "wie ein Panzer" gebaut sei - es wird gekauft eben in der Hoffnung ein problemloses Fahrzeug zu bekommen.
Und dann holt einen die Realität ein: Es bleibt eben alt und da kommen andere Probleme dazu als damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren (und die Motorräder eben eigentlich eher "junge Gebrauchte" als "alte Möhren").
Hab das in den letzten Jahren so oft gehabt und es geht meist mit viel Frustration und dem Verkauf des Motorrades aus.
Zeit zum Fahren war dann wenig da, weil man nur reparieren musste.
christian78 hat geschrieben: ↑Mi 10. Jun 2026, 15:25
Und das muss jeder selber wissen: Ne alte, oder ne modernere. Oder beides.
Genau!
Gerne beides. Vielleicht was altes für die Heimrunde und was Modernes für die große Tour?
Naja. So handhabe ich es jedenfalls gerne.

Gründe aus meiner Sicht pro "Moderne" sind:
- Ersatzteilbeschaffung in kürzerer Zeit im Ausland, auch außerhalb der EU
- Keine Alterserscheinungen
- viele Fahrzeuge mit wirklich wenigen km verfügbar
christian78 hat geschrieben: ↑Mi 10. Jun 2026, 15:25
Ich verstehe den Einwand. Hier im Forum haben viele 5,6,8,10,15 Jahre alte Moppeds gekauft. 30 Jahre heute sind ein Unterschied.
Die 660 finde abgrundtief hässlich.
Ich muss die nicht gut finden - wir sind ja hier im 600er Forum
Die 660er ist eine mögliche Alternative - mir gefällt sie auch nicht.
Der Motor wurde auch noch in der MZ Baghira verbaut. Sehr gutes Motorrad, aber Ersatzteile sind je nachdem auch schwer zu bekommen.
Der 5-Ventilmotor ist aber echt ne lahme Gurke.
Der 4-Ventiler ist 10x besser.
Was spricht gegen eine TT Belgarda? Sind bis 2004 gebaut worden - je nach Variante.
Ex-Rennleiter hat geschrieben: ↑Mi 10. Jun 2026, 16:14
So. Das liest sich jetzt wie wahlloses
rumgehate, aber das soll es wirklich nicht sein.

Das hat mit "hate", also Hass absolut nichts zu tun. Aber gerade das scheint ja im linksgrünen Zeitalter so ein Modewort geworden zu sein, wenn das Gegenüber nun mal eine andere Meinung hat als die, die man selber der gesamten Welt aufzwingen möchte.
Kritik, gegenteilige Meinungen sowie Ratschläge haben nun mal nichts mit "rumgehate" (schlimm, die Sprachpanscherei) zu tun.
Ein wenig mehr Interpretations- und Differenzierungsvermögen bitte!
Was soll dieser Text dem Leser sagen? Es ist ein Wort, dass bei Menschen <45 doch hier und da mal verwendet wird (gleichbedeutend mit "rant") und definitiv nicht auf irgendelche "linksgrüne" Orientierung schließen lässt. Wie kommt man auf sowas?
Ex-Rennleiter hat geschrieben: ↑Mi 10. Jun 2026, 16:14
Ein wenig mehr Interpretations- und Differenzierungsvermögen bitte!
Blubb blubb.
Ex-Rennleiter hat geschrieben: ↑Mi 10. Jun 2026, 16:14
Vor einigen Jahren habe ich auch noch wirklich gute 3 TB für Beträge zwischen 1.500 - 1.700 € kaufen können.
Auch vor einigen Jahren war ein Liter Motoröl noch für 2 € zu haben, ein Liter Sprit für 1,20 € und ein Wiener Schnitzel mit Pommes im Restaurant noch für 11 €.
Die Zeiten sind aber nun mal vorbei.
Ganz genau! Und deswegen sollte man mit der Zeit gehen! Das schrieb ich.
Ex-Rennleiter hat geschrieben: ↑Mi 10. Jun 2026, 16:14
Im Jahre 2009 habe ich eine 3 TB für 1.700 € gekauft. Sie war dann 10 Jahre im Besitz, wurde dabei etwa 7.000 km gefahren und im Jahre 2019 brachte sie beim Verkauf dann 2.500 € ein.
Ist das "billig Motorrad fahren" oder "teuer"...?
Das
WAR billig, aber auch nur weil du das Motorrad in 10 Jahren nur verwahrt hast und kaum gefahren bist.
Hättest Du da 80tkm draufgefahren, dann sähe die Rechnung anders aus.
Und wenn du jetzt eine für 3000€ kaufst? Hat 40-50tkm gelaufen und bei 60tkm fängt die Qualmerei an, weil man ja keine Nicasil-Beschichtung hat. Dann erst mal diesdasjenes (komplett) überholen. Am Ende hats dann 4000-5000€ gekostet, man hatte nur Arbeit und ist wenig gefahren.
Wenn man sich eine Honda CRF300L nimmt (als Beispiel), dafür 4000€ bezahlt und 90tkm problemlos abrollt und das Ding dann wieder abgibt oder überholt - dannhat man günstig Motorrad GEFAHREN.
Das führt also zur Grundfrage:
Will der TE schrauben oder fahren? Es gibt solche und solche Leute.
Manche schrauben eher gerne und freuen sich an Restaurationen und andere fahren einfach gerne und wollen wenig Stress mit der Technik haben.
Beides ist natürlich in Ordnung (bevor die Rennleitung sich auf den Schlips getreten fühlt), aber man sollte sich eben die Gedanken dazu vor dem Kauf alten Krams gemacht haben, um Frustration vorzubeugen.

Daher der Verweis auf die Suzuki DR650 SE, die abgesehen davon vollgetankt auch nur 165kg wiegt, wobei hier Getriebeprobleme (Pitting 3. Gang, teils 5. Gang) bei Endurobetrieb auch eher die Regel als die Ausnahme sind, aber das ist bei den ganzen XT/TT-Geräten ja auch nicht wesentlich anders. Und: Man bekommt
ALLE Teile neu bei Suzuki.