Motorenschaden 34L, welche Option

Allgemeine Fragen zur XT, die nicht in die unten stehenden Kategorien passen
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Nories
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Motorenschaden 34L, welche Option

Beitrag von Nories »

Guten Tag zusammen, ich habe eine xt 600 34L.
Leider hatte ich einen Motorschaden der so gross war das sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Getriebe Totalschaden, Lagersitze ausgeschlagen, Ausgleichswelle defekt, und no vieles mehr.

Der Tank hat eine Beule, der Rahmen leichter Rost etc. eine 34L mit Charakter welche gefahren wurde , sogar in Kanada(Vorbesitzerin).

Option 1:

47N Motor mit 40tkm, gehont neuer Kolben und Ventile eingeschliffen. 1600.-

Option 2:

34L Motor komplett revidiert, gehont neuer Kolben, Ventile, neues Getriebe, alle Lager und Dichtungen etc neu, jedoch wurden die Lagersitze der Kurbelwelle nicht neu gemacht, anscheinend sind diese noch gut, weis aber noch nicht ob ich fan davon bin.
2700.-

Option 3
Eine XT 600 Tenere 47N komplett Motorad mit Veteranenstatus.

Optischer sehr guter Zustand, Rahmen neu Pulverbeschichtet.

Der Motorrad wurde auf Grund einer defekten Antriebswelle im Jahr 2019 / 55000km revidiert. Damals wurde der Motor geöffnet, die Antriebswelle und die Zahnräder ersetzt. Ein revidiertes Schwungrad und Zylinderkopf von Motoritz wurde eingesetzt. Der Zylinder/Kolben ist original.

Alles wurde gewechselt, Zahnräder der Gänge, Ausgleichswelle, Antriebswelle, Getriebewelle, Lager, Dichtungen. Zum Teil (Schwungrad, Ausgleichswelle) wurden retrofitted Gebrauchtteile verbaut,

Steuerkette weis ich nicht ob noch die alte drin ist.

Lagersitze der Kurbelwelle wurden nicht kontrolliert, der Zusammenbau des Motors wurde von eine Hobbymechaniker gemacht.

Mit dieser Option hätte ich dan viele Ersatzteile...

3000.-

Was würdet ihr machen?

Vielen Dank für euere Erfahrungen!

Straßenschrauber
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Re: Motorenschaden 34L, welche Option

Beitrag von Straßenschrauber »

Die Preise sind krass. Alle.

Außer Bohren, Hohnen, Planen, Ventilsitze fräsen und Pleuellagern ist alles selbst machbar.
Dabei ist Einiges zu beachten, dazu findet sich hier im Forum Vieles (welche Lagerdichtungen, Spalt beim Aufpressen des Steuerkettenritzels usw.).
Wenn man nicht schrauben kann, wird's halt teuer.

Und den selbst ernannten Spezialisten nicht alles glauben!

Auch eine Option: Motoren der neueren Baujahre passen auch in Fahrwerke älterer Baureihen.
Wenn die schwarz lackiert sind, sieht ed fast aus wie Original.
~-o|-

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christian78
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Re: Motorenschaden 34L, welche Option

Beitrag von christian78 »

47N Motor mit 40tkm, gehont neuer Kolben und Ventile eingeschliffen. 1600.-
Musste halt nochmal machen wegen Getriebe.

34L Motor komplett revidiert, gehont neuer Kolben, Ventile, neues Getriebe, alle Lager und Dichtungen etc neu, jedoch wurden die Lagersitze der Kurbelwelle nicht neu gemacht, anscheinend sind diese noch gut, weis aber noch nicht ob ich fan davon bin.
2700.-
Warum sollte man die Lagersitze der Kurbwlwelle neu machen? Die kann man nicht einfach so austauschen.
Das musst du ausspindeln lassen, dabei kann vieles schief gehen.
2700Mäuse - gibts da Rechnungen, Motorenbauer, Bilder? Wer hat das gemacht?



Optischer sehr guter Zustand, Rahmen neu Pulverbeschichtet.

Der Motorrad wurde auf Grund einer defekten Antriebswelle im Jahr 2019 / 55000km revidiert. Damals wurde der Motor geöffnet, die Antriebswelle und die Zahnräder ersetzt. Ein revidiertes Schwungrad und Zylinderkopf von Motoritz wurde eingesetzt. Der Zylinder/Kolben ist original.

Alles wurde gewechselt, Zahnräder der Gänge, Ausgleichswelle, Antriebswelle, Getriebewelle, Lager, Dichtungen. Zum Teil (Schwungrad, Ausgleichswelle) wurden retrofitted Gebrauchtteile verbaut,

Steuerkette weis ich nicht ob noch die alte drin ist.

Lagersitze der Kurbelwelle wurden nicht kontrolliert, der Zusammenbau des Motors wurde von eine Hobbymechaniker gemacht.

Mit dieser Option hätte ich dan viele Ersatzteile...

3000.-
Schwungrad? Wusste ar nicht, dass die Xt sowas hat :?
Wieso Ausgleichswelle neu? Die unterliegt keinem Verschleiß.
Rechnungen, Bilder? 5 Gang neu oder gebraucht?
2019... ist ja auch schon bald wieder 10 Jahre her. Wurde der Zylinderkopf bearbeitet, geplant, Ventilsitze gefräßt, Ventile neu?
Wieso wurde der Kopf erneuert?
Ölpumpe neu?

Das kann ein schöner Oldtimer sein, oder die hinterletzte Bastelbude.

Mit dieser Option hätte ich dan viele Ersatzteile...
Ja. Oder du hast zwei zerlegte Moppeds mit identischen Schäden.

Was würdet ihr machen?
Hol dir ne 3tb in gutem Zustand.
Ich wohn zwar nicht am Arsch der Welt, aber man kann ihn von hier aus hervorragend sehen!

Ex-Rennleiter
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Re: Motorenschaden 34L, welche Option

Beitrag von Ex-Rennleiter »

christian78 hat geschrieben:
Sa 9. Mai 2026, 17:57
Was würdet ihr machen?
Hol dir ne 3tb in gutem Zustand.
Ich hätte eine 1993er zu verkaufen....
XT 600 K (93); 4x XT 600 E (90,92,93); CBR 900 RR (93); 2x KTM 690 SM (10); FZS 1000 Fazer (03), GSXR 1000 (03)

cr6
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Re: Motorenschaden 34L, welche Option

Beitrag von cr6 »

Hm,
zu der Ursprungsfrage kann ich nicht viel beitragen.
christian78 hat geschrieben:Warum sollte man die Lagersitze der Kurbwlwelle neu machen? Die kann man nicht einfach so austauschen.
Das musst du ausspindeln lassen, dabei kann vieles schief gehen.
Meiner Erfahrung ist folgende:
Das beschreibt typische 34L frühe Motorenproblematik wegen des kleineren Kurbelwellenlagers.
Die Lagersitze auf der Kurbelwelle selbst verschleissen halt "massiv" durch Eiförmig ausgeschlagene Lagersitze im Motorgehäuse und zusätzlich durch Tribokorrosion. Das lässt sich noch verhältnismäßig "preiswert" instandsetzen (lassen). Material aufspritzen/lasern und wieder rundschleifen.
Die Lagersitze im Gehäuse verschleissen natürlich auch.
Da ist Ausspindeln mMn. aber eher unwirtschaftlich.
christian78 hat geschrieben:Schwungrad? Wusste ar nicht, dass die Xt sowas hat :?
Wieso Ausgleichswelle neu? Die unterliegt keinem Verschleiß.
Vermutlich ist das Polrad gemeint, hat ja idR die meiste "Schwungmasse".
Die Ausgleichswelle, bzw. dessen Lagerzapfen kann sehr wohl Verschleiss unterliegen.
Bedingt durch oben gennante Problematik.
Da die rotierenden Wellen durch Verschleiss in eine eher oszillierende Bewegung übergehen.
Tlw. ist der Lagerzapfen der Ausgleichswelle so stark malträtiert worden das man das Lager nur mit dem Abzieher abbekommt.
Das gilt für stark verschlissene frühe Motoren mit dem kleinen KW-Lager.
AGW.JPG
AGW.JPG (175.92 KiB) 272 mal betrachtet
Hier mal zwei typische Vertreter beschriebener 34L Ausgleichswellen.
Der linke hatte gut 0,4mm einseitigen Verschleiss. Der rechte ca 0,1mm.
Die Lagerinnensitze graben sich förmlich selbst in den Zapfen ein.

Gruß

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Lindi
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Re: Motorenschaden 34L, welche Option

Beitrag von Lindi »

Moin Tom,

Deine Vorstellung klang noch optimistischer, was den Zustand der XT angeht. Tut mir leid, das jetzt zu lesen.
Hast Du Zeit, auf Option 4 zu warten?
Oder, Option 5, deinen Motor gleich an den Spezialisten (Motoritz) zwecks fachgerechter Rep zu geben?
Auch wie vorgeschlagen auf einen stabileren, aber breiten 3tb-Motor zu wechseln? Wurde schon gemacht.
Manchmal muss man geduldig sein und auf seine Chance warten.
Ich habe kürzlich einen 3tb-E-Motor gefunden, für eine vertretbare Summe. Nach längerem immer mal wieder suchen.
Außer durchs Kerzenloch konnte ich da (noch) nicht reinschauen, aber mein Bauchgefühl für den VK und die Vorgeschichte zum Motor (z.B. geringe Laufl.) helfen da schon manchmal. Natürlich werde ich mir Ölpumpe, Ansaugglocke und Kupplung ansehen, und falls möglich das Getriebe per Endoskop. Und auf mein Glück bauen, was ich dir auch wünsche.
_______________
Viele Gryße

Dirk

XT500Z Ténéré 1988 (3DT)
SR 500 1979 (2J4)
SR 500 Gespann 1987 m. Squire - SW (48T/ST1)

Nories
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Re: Motorenschaden 34L, welche Option

Beitrag von Nories »

cr6 hat geschrieben:
So 10. Mai 2026, 14:08
Hm,
zu der Ursprungsfrage kann ich nicht viel beitragen.
christian78 hat geschrieben:Warum sollte man die Lagersitze der Kurbwlwelle neu machen? Die kann man nicht einfach so austauschen.
Das musst du ausspindeln lassen, dabei kann vieles schief gehen.
Meiner Erfahrung ist folgende:
Das beschreibt typische 34L frühe Motorenproblematik wegen des kleineren Kurbelwellenlagers.
Die Lagersitze auf der Kurbelwelle selbst verschleissen halt "massiv" durch Eiförmig ausgeschlagene Lagersitze im Motorgehäuse und zusätzlich durch Tribokorrosion. Das lässt sich noch verhältnismäßig "preiswert" instandsetzen (lassen). Material aufspritzen/lasern und wieder rundschleifen.
Die Lagersitze im Gehäuse verschleissen natürlich auch.
Da ist Ausspindeln mMn. aber eher unwirtschaftlich.
christian78 hat geschrieben:Schwungrad? Wusste ar nicht, dass die Xt sowas hat :?
Wieso Ausgleichswelle neu? Die unterliegt keinem Verschleiß.
Vermutlich ist das Polrad gemeint, hat ja idR die meiste "Schwungmasse".
Die Ausgleichswelle, bzw. dessen Lagerzapfen kann sehr wohl Verschleiss unterliegen.
Bedingt durch oben gennante Problematik.
Da die rotierenden Wellen durch Verschleiss in eine eher oszillierende Bewegung übergehen.
Tlw. ist der Lagerzapfen der Ausgleichswelle so stark malträtiert worden das man das Lager nur mit dem Abzieher abbekommt.
Das gilt für stark verschlissene frühe Motoren mit dem kleinen KW-Lager.
AGW.JPG
Hier mal zwei typische Vertreter beschriebener 34L Ausgleichswellen.
Der linke hatte gut 0,4mm einseitigen Verschleiss. Der rechte ca 0,1mm.
Die Lagerinnensitze graben sich förmlich selbst in den Zapfen ein.

Gruß
Ja genau das Problem hatte ich auch mit dem Lagerzapfen komplett verschlissen.

Nories
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Re: Motorenschaden 34L, welche Option

Beitrag von Nories »

Ich gehe noch eine Motor schauen für 200.- komplett, zustand ist aber unbekannt, mal schauen.

Ich würde gerne die 34L behalten und keine andere XT kaufen, aber ja nicht einfach.

Eventuell probiere ich meine alten Motor zu revidieren, wird aber wohl teuer.

Denn man müsste die Ventile neu einschleifen und ersetzen, honen und Übermasskolben einsetzen.

Kurbelwelle revidieren mit Pleuel etc.
Und das Getriebe machen, dacht ein 3 TB Getriebe einzubauen.
Dann natürlich die ausgeschlagenen Lagersitze im Motorengehäuse...
alle Lager etc.

Möchte die 34L eigentlich noch lange fahren aber ja verliere langsam die Hoffnung.-

Die Motoren werden von motorbike aus der Schweiz angeboten, wes aber nicht wie gut dieser Mechaniker ist.

Nories
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Re: Motorenschaden 34L, welche Option

Beitrag von Nories »

Lindi hat geschrieben:
Di 12. Mai 2026, 08:12
Moin Tom,

Deine Vorstellung klang noch optimistischer, was den Zustand der XT angeht. Tut mir leid, das jetzt zu lesen.
Hast Du Zeit, auf Option 4 zu warten?
Oder, Option 5, deinen Motor gleich an den Spezialisten (Motoritz) zwecks fachgerechter Rep zu geben?
Auch wie vorgeschlagen auf einen stabileren, aber breiten 3tb-Motor zu wechseln? Wurde schon gemacht.
Manchmal muss man geduldig sein und auf seine Chance warten.
Ich habe kürzlich einen 3tb-E-Motor gefunden, für eine vertretbare Summe. Nach längerem immer mal wieder suchen.
Außer durchs Kerzenloch konnte ich da (noch) nicht reinschauen, aber mein Bauchgefühl für den VK und die Vorgeschichte zum Motor (z.B. geringe Laufl.) helfen da schon manchmal. Natürlich werde ich mir Ölpumpe, Ansaugglocke und Kupplung ansehen, und falls möglich das Getriebe per Endoskop. Und auf mein Glück bauen, was ich dir auch wünsche.
Ja ich hatte viel Pech, mein Tank ging auch noch kaputt, der ganze Original lack weg, weil jemand säure draufgeschüttet hat.
Tenere.png
Tenere.png (770.82 KiB) 87 mal betrachtet

PietXT
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Re: Motorenschaden 34L, welche Option

Beitrag von PietXT »

Nories hat geschrieben:
Mi 13. Mai 2026, 10:16
Lindi hat geschrieben:
Di 12. Mai 2026, 08:12
Moin Tom,

Deine Vorstellung klang noch optimistischer, was den Zustand der XT angeht. Tut mir leid, das jetzt zu lesen.
Hast Du Zeit, auf Option 4 zu warten?
Oder, Option 5, deinen Motor gleich an den Spezialisten (Motoritz) zwecks fachgerechter Rep zu geben?
Auch wie vorgeschlagen auf einen stabileren, aber breiten 3tb-Motor zu wechseln? Wurde schon gemacht.
Manchmal muss man geduldig sein und auf seine Chance warten.
Ich habe kürzlich einen 3tb-E-Motor gefunden, für eine vertretbare Summe. Nach längerem immer mal wieder suchen.
Außer durchs Kerzenloch konnte ich da (noch) nicht reinschauen, aber mein Bauchgefühl für den VK und die Vorgeschichte zum Motor (z.B. geringe Laufl.) helfen da schon manchmal. Natürlich werde ich mir Ölpumpe, Ansaugglocke und Kupplung ansehen, und falls möglich das Getriebe per Endoskop. Und auf mein Glück bauen, was ich dir auch wünsche.
Ja ich hatte viel Pech, mein Tank ging auch noch kaputt, der ganze Original lack weg, weil jemand säure draufgeschüttet hat.

Tenere.png
Uff wie ärgerlich!
Ich denke auch, wenn es ums fahren geht, ist eine 3tb im sehr guten Zustand die beste Variante.
Mit Motor tauschen und den einzelnen modellunterschiedem kenne ich mich nicht aus.

Wenn du das verlässliches willst und mehr Geld ausgeben kannst. (Musst vll dann bissl sparen) Ist eine komplett Instandsetzung beim Motoritz wahrscheinlich am sichersten.

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