Erfahrung mit Por-15

Hier gehört rein was nicht mit Motorradfahren zu tun hat(Schreibrechte nur für reg. User)
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stritzi
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meble kuchenne Ruda Śląska Rybnik Tychy
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Erfahrung mit Por-15

Beitrag von stritzi »

Hat hier jemand längere Erfahrungen mit dem Zeug bei Anwendung im KFZ Bereich gemacht?
Anscheinend ist die korrekte Verarbeitung das um und auf...aber wie lange wirkt das dann als Schutz auf Blechen (Radlauf, Kofferraumunterkante, Tankeinfassung usw)
Tips für´s Nachbehandeln/Lackieren?
Bei den Amis soll es da andere Lacke geben als bei uns...

lowrider82
Beiträge: 761
Registriert: Di 16. Okt 2007, 11:17

Re: Erfahrung mit Por-15

Beitrag von lowrider82 »

Basiert das POR-15 System nicht auf drei Komponenten? Entlacken (Beize), Rostumwandler (Phosphorsäure) und Lack? Wird und kann nicht viel besser sein als andere Produkte wenn man sich daran hält, schadhaftes Material zu entfernen und ordentliches neues einzuarbeiten. Billiges Blech rostet dir trotz bestem Korossionsschutz wieder weg.

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christian78
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Registriert: Do 14. Okt 2010, 17:15

Re: Erfahrung mit Por-15

Beitrag von christian78 »

Nimm für Falze und Hohlräume nur daueraktive Sachen.
Fluidfilm, oder Mike Sanders.
"Fluidfilm ASR" ist eine normale Spraydose. Einfach zu verarbeiten. Habe damit nur gute Erfahrungen gemacht. Nur bei Gummi würde ich aufpassen.
ASR ist anfangs dünnflüssig, zieht sehr gut in Falze und geliert nach ner Zeit.
Entweder so lassen, oder nach nem Monat mit Fluidfilm NAS oder Mike Sanders hinterher.

Mit Hohlraumwachsen hab ich langfristig die Erfahrung gemacht, dass er nicht in Falze kriecht. Und genau hier entsteht gefährlicher Rost, den man erst sieht, wenns zu spät ist.
Für den Unterboden, Aussenbereich ist Wachs ok.

Bei Hohlräumen ist es oft sehr anspruchsvoll, weil man teilweise 3 Bleche übereinander hat und man ahnt es von aussen nicht. Und zwischen jeder Blechschicht muss man einzeln versiegeln.


Beim chemischen Entrosten geht Phosphofsäure recht gut. Und ich meine Phosphorsäure und keinen gekauften Entroster.
Mit gekauften Entrosterprodukten habe ich nur sehr schlechte Erfahrungen gemacht, das Zeug wirkt einfach nicht, egal wie lange man es einwirken lässt.
Ebenso mit "Rostumwandlern". Das Zeug ist wirklich für nichts zu gebrauchen. Die decken den Rost fürs Auge ab und drunter gammelts munter weiter und der Schaden verschlimmert sich.

Für unlackierte Teile wie Achsschnkel kannst du Owatrolöl nehmen und nach 2 Wochen überlackieren.

Beim Entrosten ist es wichtig, dass du die Poren erwischt.
Das geht oft sehr schwer selbst mit Strahlen kommt das Strahlgut schwer dahin. Oder man trägt extrem viel Material ab.
Klassiker: Bohrmaschine und Drahtbürste. Fürs Auge sieht es metallisch blank aus. und wenn du nochmal drüberschmirgelst, wirds wieder braun.
Ich wohn zwar nicht am Arsch der Welt, aber man kann ihn von hier aus hervorragend sehen!

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christian78
Beiträge: 4481
Registriert: Do 14. Okt 2010, 17:15

Re: Erfahrung mit Por-15

Beitrag von christian78 »

Den Radlauf von aussen abdichten und von innen mit Fluidfilm.
Der Radlauf rostet immer von innen nach aussen. Bzw wird der sichtbare Lack unterwandert.
Die Ursache sitzt aber immer im Falz, zwischen den Blechen. Wenn du von aussen überlackierst und den Falz nicht behandelst, ist die Ursache noch da => Es kommt wieder, ist aber unbehandelt in der Zwischenzeit schlimmer geworden.
Nach dem 2. Lackierversuch ists dann meistens schon durchgerostet.

Gleiches gilt für Kofferraumunterkante, Türunterkante, Motorhaube, alles von innen behandeln.
Der Rost kommt immer aus dem Falz und unterwandert den Lack, bis es dann zur Durchrostung kommt.

Rostfreie Autos gibt es nicht...
Ich wohn zwar nicht am Arsch der Welt, aber man kann ihn von hier aus hervorragend sehen!

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