Servoöl Verlust Stop

Hier gehört rein was nicht mit Motorradfahren zu tun hat(Schreibrechte nur für reg. User)
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stritzi
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meble kuchenne Ruda Śląska Rybnik Tychy
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Servoöl Verlust Stop

Beitrag von stritzi »

Mal wieder ein Bericht von der vordersten Front der Fachbetriebe:
Nachdem mir ein und dieselbe Werkstatt, die vor Jahren Schweißarbeiten am Volvo 240 meiner Freundin erledigt hat, heuer wegen ebendieser Schweißnaht das Pickerl verweigert hat (..."habe noch nie so schlechte Schweißarbeit gesehen, wer hat gemacht?" ..."dein Kollege da drüben, vor 3 Jahren!"..."geht nicht, schwerer Mangel!"), muß ich nun auch an anderer Stelle etwas nachbessern.
Der Meister konnte nicht vertragen, daß sein Yugo-Kumpel ein Pfuscher in senem Auftrag ist und war dann nur mehr pingelig.
Also mokierte er in Ermangelung anderer Fehler am Lenkgetriebe rum, daß scheinbar etwas undicht ist, aber auch die letzten Jahre nie ein Grund für ihn war, es als Mangel zu werten. (Seine Worte: "das ist eh normal")
An den Klemmschellen der Manschetten (getriebeseitig) ist es leicht fettig
Weil ich im Lauf von mehreren Jahren aber kaum 50ml nachfüllen mußte, überlege ich, zuerst einfach die Manschetten zu reinigen und ins Servoöl dieses Liqui Moly Servo Öl Verlust Stop reinzutun und die Wirkung abzuwarten (Artikelnummer 1009, hab ATFII drin, sollte passen).
Die Frage ist, wie krieg ich das Additiv möglichst schnell an den Ort, wo ich es brauche, also an die Dichtringe unten im Lenkgetriebe?
Wenn ich das nur, wie in der Anleitung beschrieben, in den Ausgleichsbehälter kippe, dann dauert die Durchmischung wohl länger?
Ich dachte an die Harakiri Methode, es mit der Spritze direkt in den Anschluß der Servopumpe am Lenkgetriebegehäuse (ist ein ZF Lenkgetriebe) einzufüllen und dann zu entlüften.
Oder doch einfach oben rein und viel hin und her lenken?

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derMoe
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Re: Servoöl Verlust Stop

Beitrag von derMoe »

Hi!

Meiner Meinung sollte sich das durch den Ausgleichsbehälter auch sehr schnell verteilen!
Da die Servopumpe ja immer mitläuft... wird auch immer Servoöl gepumpt.. und eben beim lenken ins richtige Ventil gepumpt..
Ich würde es so machen wie du geschrieben hast... Mittelchen einfüllen und langsam eine wenig befahrene Staße fahren und immer von ganz links auf ganz rechts lenken... dann hat sich das in wenigen Minuten verteilt!

Gruß Moe
Ihr seid bloß neidisch, weil nur ich die leisen Stimmen hören kann. :lol:

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stritzi
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Re: Servoöl Verlust Stop

Beitrag von stritzi »

Am liebsten wäre mir ja, das ganze gegen eine elektrische Servo zu tauschen...bei den Spezialisten, die mich immer heimsuchen, eine weitere Fehlerquelle weniger...obwohl ich nicht ausschließen kann, daß mir da einer trotzdem eine Undichtigkeit attestiert...hatte ich ebendort:
Mein Roller mit mechanischen Trommelbremsen vorn und hinten: Bremsflüssigkeit, Siedepunkt zu niedrig(!). :mrgreen:
Ah ja, die liqui moly Artikelnummer ist übrigens 1099.

Hiha
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Re: Servoöl Verlust Stop

Beitrag von Hiha »

Vielleicht solltest Du den Prüfer tauschen...
Gruß
Hans

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Stuecki
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Re: Servoöl Verlust Stop

Beitrag von Stuecki »

Wäre vermutlich günstiger und schont die nerven :)

Aber finde da mal jemanden, scheint in D ja selten zu sein (den Erzählungen nach) dass da einer was taugt...
Grüße, Stücki :!:

aus: Steiermark, Österreich

Motorräder:
  • Yamaha XT 600E (BJ 1999)
weiters:
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Hiha
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Re: Servoöl Verlust Stop

Beitrag von Hiha »

In D. einfacher als in A...

Gruß
Hans

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Stuecki
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Re: Servoöl Verlust Stop

Beitrag von Stuecki »

Nur dass man in A das "Pickerl" einfach beim Mechaniker des Vertrauens machen kann und somit auf die Prüfer net angewiesen ist ;)
Grüße, Stücki :!:

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stritzi
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Re: Servoöl Verlust Stop

Beitrag von stritzi »

Das eigentliche Problem ist, daß in Ö jede Werkstätte mit §57 Lizenz das Pickerl machen darf.
Die allermeisten haben natürlich wirtschaftliche Interessen und weil sie für ein Pickerl grad mal an die 60-80 Euro nehmen und die Untersuchung mindestens 45 Minuten dauern muß (weil sich sonst die sorgfältige Prüfung nicht ausgeht und die riskieren, die Lizenz zu verlieren), finden die dann immer wieder schwere oder weniger schwere Mängel und bieten gleich die Reparatur an.
Im Wissen drum, daß die allermeisten weder Ahnung haben noch Zeit, selber zu reparieren, werden die Preise (und Mängel) dann oft unverschämt.
Daß ein und dieselbe Werkstatt einmal einen schweren Mangel übersieht, den sie nächstes Mal dann anprangert, zeigt ja nur, was Sache ist.
Daß sie den Pfusch allerdings selber verbrochen hat, schlägt dem Faß den Boden aus.
Jedenfalls haben es Leute wie ich, die selber reparieren und keine potentiellen Opfer sind, besonders schwer.
Es wird natürlich immer mit der Sicherheit argumentiert, aber ich hatte zahllose Erlebnisse, die einfach nur schwerer Betrug waren.
Ich will ja auch nichts geschenkt und schon gar nicht, daß der zuviel riskiert und seine Lizenz abgeben muß (wie mein letzter Mechaniker meines Vertrauens :D ), aber was da zeitweise bemängelt wird, ist eine Beleidigung für jeden, der sich auch nur ein bißchen auskennt.
Um diesem Spießrutenlauf zu entgehen, kann man hierzulande natürlich z.B. beim ÖAMTC das Pickerl machen, die machen keine Reparaturen und geben auch keine Empfehlungen für Werkstätten.
Dafür sind die von Haus aus besonders penibel...nachvollziehbar, weil sie eben "der" Club und Pannendienst sind und sich möglichst viele Einsätze wegen alter Kisten ersparen wollen...wobei der Volvo in den letzten 35 jahren nur ein einziges Mal den Club gebraucht hat...für Starthilfe nach einer eiskalten Woche in den Alpen, weil in der hohen Luftfeuchtigkeit bei Nebel die 35 Jahre alten Zündleitungen den Funken mehr über den Motorblock geleitet haben als zu den Kerzen...etwas warme Luft aus dem Fön und er sprang an wie immer...(die Zündleitungen samt allem sind mittlerweile auch neu)

lowrider82
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Re: Servoöl Verlust Stop

Beitrag von lowrider82 »

Wenn du deiner Reparaturen sicher bist, daß diese der StVO entsprechen, dann würde ich dir eine Prüfstelle der jeweiligen Landesregierung empfehlen. Die Prüfen entsprechend dem Prüfkatalog. Wenn es die nicht richtig machen,...

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stritzi
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Re: Servoöl Verlust Stop

Beitrag von stritzi »

Ja, wenn ichs genau haben will, dann geh ich eh zum ÖAMTC...aber ich hätts gern etwas lockerer :D :D
B.t.w.:
Hab da noch eine Frage zum Lenkgetriebe selbst bzw diesem Röhrchen, das eine Verbindung zwischen den beiden Lenkmanschetten herstellt.
(siehe Pfeile im Bild, System ZF)
Was genau ist denn der SInn von dem Ding? Luftaustausch? Druckausgleich?
Damit der sich ausdehnende oder gestauchte Gummibalg beim Lenken nicht gequetscht/aufgebläht wird?
Es ist definitiv keine Hydraulikleitung der Servo mit Öl drin, sondern ein leeres Rohr, das beide Lenkmanschetten verbindet.
In den Anschlüssen der Lenkmanschetten selbst ist eine Aussparung, damit man die Klemmschelle trotzdem dicht bekommt.
Wollte das Ding schon rauszwicken, weil es mir nach dem Lockern der Manschetten fast entgegenfiel...
ZF Lenkgetriebe oben.jpg

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