43F Modell Spuren an der Nockenwelle

Getriebe, Lager, Ventiltrieb, Kolben, mechanische Geräusche, Kupplung
Hiha
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Re: 43F Modell Spuren an der Nockenwelle

Beitrag von Hiha »

Der Vorbesitzer hat beim Zusammenbau der Motoren mit Sicherheit ein paar andere Fehler gemacht, sonst wär das nicht so schlimm ausgefallen. Vermutlich hat er die Erstbeölung nach Komplettzerlegung nicht gemacht, oder den Kurbelwellensimmerring im rechten Motordeckel vergessen, oder das rechte Kurbelwellenende beim Zerlegen verdengelt. Dann geht das Öl flöten, bevor es in die Kurbelwelle gelangt, wodurch Pleuellager und Kolben nicht geschmiert werden, und der Öldruck so zusammenbricht, dass im Kopf auch nix mehr ankommt.
Entscheidend ist meiner Erinnerung nach übrigens nicht der dicke Schaft der Schraube, sondern die Länge, da die Öl-Ablaufbohrung im Gewinde sitzt, nicht auf Höhe des dicken Schaftes. Müsste ich aber bei der 600er nochmal nachschauen, ich hab da mehr die 500er im Kopf.
Gruß
Hans

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crurer
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Re: 43F Modell Spuren an der Nockenwelle

Beitrag von crurer »

Hiha hat geschrieben:
Fr 31. Jul 2020, 10:39
Der Vorbesitzer hat beim Zusammenbau der Motoren mit Sicherheit ein paar andere Fehler gemacht, sonst wär das nicht so schlimm ausgefallen. Vermutlich hat er die Erstbeölung nach Komplettzerlegung nicht gemacht, oder den Kurbelwellensimmerring im rechten Motordeckel vergessen, oder das rechte Kurbelwellenende beim Zerlegen verdengelt. .....
Entscheidend ist meiner Erinnerung nach übrigens nicht der dicke Schaft der Schraube, sondern die Länge, da die Öl-Ablaufbohrung im Gewinde sitzt, nicht auf Höhe des dicken Schaftes....
Hallo Hans,

das ist ein guter Punkt mit dem Verschluss im Deckel durch das Gewinde. Ich kann auf jeden Fall mal bestätigen, dass der nötige KW Simmerring im K-Deckel vorhanden war/ist und ich weiß auch nach Rückfrage mit dem vorherigen Besitzer, dass immer diese falsche M6 Schraube verwendet wurde. Auf dem Bild sieht die so ziemlich gleich lang aus, wie die Originale. Ich gehe davon aus, die Schäden stammen alle durch zuwenig Öldruck verursacht durch die falsche Schraube.
Ich habe nun 4 zerlegte Motoren mit 1VJ KW'en da, die Moritz wohl ganz gut gebrauchen könnte. Könnte sein ich nehme mal 300km Fahrt auf mich um einen Besuch bei Ihm zu machen. Er kann die KW gut wieder erneuern. Die zerschlissenen Köpfe, Kolben, NW'len sind wohl eher nur noch was für'n Schrottsammler. Die Gehäuse sind m.E.n. noch nutzbar auch wenn das li. KW Lager eingeklebt werden müsste.
Sammeln will ich das Zeug jedenfalls nicht ewig.

Gruß Chris

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crurer
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Re: 43F Modell Spuren an der Nockenwelle

Beitrag von crurer »

Hiha hat geschrieben:
Fr 31. Jul 2020, 10:39
Entscheidend ist meiner Erinnerung nach übrigens nicht der dicke Schaft der Schraube, sondern die Länge, da die Öl-Ablaufbohrung im Gewinde sitzt, nicht auf Höhe des dicken Schaftes.
Du hast Recht! Ich habe mir die Bohrung genauer angeschaut und die kommt ca. bei der 2-3ten Geweindewindung im M6 Schraubenloch vom Deckel raus. Irgendwie enzieht sich nun der Sinn der Verdickung am Schaft. Auch ist mir nun unklar, warum alle Motoren gleich verschlissen sind. Verbaut war auch die 1VJ Pumpe mit der dickern 6mm Einheit, die auch eine bessere Leistung bringen sollte. So verschlissen kann ja ein Pumpe kaum sein, dass die keine Pumpleistung mehr bringt...oder doch? Die Pumpen sehen jedenfalls noch ganz OK aus - da habe ich schon weit schlimmere gesehen.
Ich verstehe es gerade nicht mehr...Kopfkratz....
bohrung.jpg
Gruß Chris

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