Probleme Licht, Blinker, Batterie

Zündaussetzer, Seitenständerschalter, Lichtmaschine usw.
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Cliff
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Probleme Licht, Blinker, Batterie

Beitrag von Cliff » Mo 9. Jul 2018, 09:18

Hallo zusammen,

hab mich hier angemeldet, da ich keine Lösung für mein Elektrik-Problem finde. Würde mich freuen, wenn einer von euch den entscheidenden Tipp für mich wüßte.
Maschine ist eine 3UW aus 07/92. Basteleien an der Elektrik sind mir nicht bekannt.

Problem 1:
Licht wird mit steigender Drehzahl schwächer, leuchtet aber einen Ticken stärker wenn man zeitgleich einen der Bremskontakte schließt (Bremse leicht drückt).
Blinker ähnlich: beim Einschalten des Blinker einmaliges Aufblitzen, dann nicht mehr. Wenn ich zeitgleich das Bremslicht leuchten lasse, geht der Blinker zwar besser (blitzt so lala regelmäßig), aber immer noch nicht wirklich zufriedenstellend.
Vor ein paar Tagen hatte ich für einen kurzen Moment - ich hab grad irgendwas am Lichtschalter umgeschaltet (Licht an/aus oder Hi-Lo - weiß nicht mehr genau) - richtig gutes Licht, so wie man sich das vorstellt. Dieser kurze Moment sagt mir, daß hier auch bei Leerlaufdrehzahl immer noch nicht der ganze Strom fließen kann. Lichtschalter geputzt, Kontaktspray, WD40 on top --> keine Änderung...
Das bisher gesagte klingt für mich nach Massethema. Dazu später mehr.

Problem 2:
Ich wechsle Batterien öfter als ich tanken muß. Naja, nicht ganz, da ich mit meiner Kicker nicht auf die Batterie beim Starten angewiesen bin. Also baute ich schon oft eine neue Batterie ein, freute mich dann daran, daß beim Einschalten der Zündung auch die Neutrallampe brannte, jedoch nach ein paar Wochen ist die Batterie leer. Der Versuch einen Kriechstrom zu messen ergab nichts (zu klein vllt?)
Lima hab ich mal überprüft auf gleiche Widerstände von Kabel zu Kabel, sieht gut aus (schon vor 1 Jahr, weiß die Werte nicht mehr).
Regler bzw. Ladestrom geprüft --> hier wars ungenügend, Regler ersetzt --> immer noch ungenügend --> hab dann den Steckkontakt zwischen Batterie und Reglerfuß (Masse-Stecker) identifizieren können. Gesäubert etc. und die Ladespannung war bei verschiedenen Drehzahlen ok. Daraufhin auch die Batterie wieder mal erneuert.
Nach ein paar Wochen war die Batterie wieder durch...

Überschneidung der beiden Probleme:
Ungeachtet einer neuen Batterie oder einer leeren ist die Licht-/Blinkerthematik die gleiche!

Ich vermute mal mindestens 2 Kobolde in der Karre.
Jetzt hab ich mich über den E-Plan hergemacht um mal den Verlauf der Masse zu sehen und diese prüfen zu können. Was mir aufgefallen ist, ist folgendes:
- Es gibt lt Plan einen Massekreis, der sowohl mit dem Rahmen als auch der Batterie verbunden ist. Mit dran hängen die Heckblinker, die CDI und der Reglerfuß. Siehe Anhang - grün eingezeichnet.
- Es gibt einen Massekreis, der die restlichen Lichter, Blinker, Anzeigen, Stoppschalter, Ständerschalter usw. verbindet. Soweit wie erwartet. Siehe Anhang - rot eingezeichnet.
ABER: Es gibt lt. Plan KEINE Verbindung des Massekreises Batterie mit dem Massekreis Lichter???? Wie also kommt der Strom vom jeweiligen Verbraucher wieder zur Batterie?
Bin mir zwar nicht ganz sicher, ob der vorliegende Plan auf die 3UW passt, aber groß wird der Unterschied - zumindest in der Systematik der Verdrahtung - nicht sein.

Über Tipps oder Erfahrungen von euch würde ich mich freuen! Danke schon mal im Voraus!

Cliff
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displex
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Re: Probleme Licht, Blinker, Batterie

Beitrag von displex » Mo 9. Jul 2018, 10:11

Mal die Kontakte am Regler reinigen und nachbiegen, sowie den Masseanschluss dort säubern!

Dann die Steckkontakte der Masse bei der Batterie, sowie Sicherung und die Steckkontakte Plus!
Da gammelts gerne wenn die Batterie mal Säure rausgelassen hat.

Lt Plan hast du Recht, da gibts kein Verbindung von Rot zu Masse, wird aber wohl nur ein Fehler in der Darstellung sein.

Kannst ja spasshalber die Masse an der Batterie entfernen und sacauen ob du dort zB von schwarz Batterie (grün) zu schwarz Rücklicht (rot) Durchgang hast. :mrgreen:

Und Batterien kann man laden, wenn leer :ugeek:
Ok Tiefentladung sollte man meiden. Hab das gefühl die wird nicht nachgeladen beim Fahren.
Bau doch mal ein Multimeter oder Volzmeter an und prüf mal was die Batteriespannung sagt.
Aus, im LL und 2000 4000 upm.
In deinem Fall würde ich das auch wärend der Fahrt prüfen wollen.


Hier der passende Schaltplan
https://www.xt600.de/xt_werkstatt/_tech ... 94_3tb.gif
Gruß Thomas

Eintopf rockt!!
Hab ne handvoll davon
Yamaha XT600Z Ténéré 87 (1VJ) blau
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motorang
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Re: Probleme Licht, Blinker, Batterie

Beitrag von motorang » Mo 9. Jul 2018, 10:29

Servus

displex war schneller :D

Trotzdem weil ich den text schon habe auch meine Gedanken dazu:

Problem 1: die Symptome klingen nach einem Reglerproblem, verursacht durch eine müde Batterie oder einen schlechten Kontakt des Reglers. Wenn das auch bei neuer Batterie auftritt, und nach Ersetzen des Reglers UND Prüfung seiner Kontakte, dann bleiben eigentlich nur die Leitungen dazwischen. Speziell würde ich empfehlen die Sicherung zu prüfen und testweise zu überbrücken.
Auch das Zündschloss würde ich in Verdacht nehmen - da kannst zu mal zwischen rot und braun einen direkten Kippschalter hängen und schauen ob es dann besser ist (=aus dem Kabelbaumstecker lösen und über einen Schalter verbinden).

Problem 2: Ich finde es recht sinnvoll am Lenker eine Steckdose spazieren zu fahren, zum Navi laden etc. - da kann man auch mal ein Voltmeter anstecken und schauen was im Bordnetz so passiert. Gut möglich, dass irgendwo im Kabelbaum ein Kriechstrom Ärger macht und die Spannung runterzieht. Würde testweise mal das Blinkrelais abstecken. Beim Fahren (mit guter, geladener Batterie) schauen ob in einer speziellen Lenkposition oder beim Einschalten eines Verbrauchers die Spannung um 1-2 Volt einbricht. Dort forschen.

Masse: Ich denk mir auch das wird ein Fehler in der Schaltplandarstellung sein. Nobody is perfect.
Masse prüft man am besten nicht durch Messen mit diesen Ministrömen eines Multimeters, sondern indem man einen Bypass legt (idealerweise direkt ab Batterie-Minus) und schaut ob das was ändert.
Ich hab an allen Fahrzeugen einen längeren M5 oder M6 Edelstahlbolzen montiert, an den mittels Ringösen die Masseleitungen angeschlossen werden. Da geht eine direkte dicke Leitung von Batterie-Minus hin und alle Zusatzverbraucher (Steckdose, Heizgriffe, Huprelais, Masse für den Lenker ...) sind damit verbunden. DA dran kommt dann der Test-Bypass.

Gryße!
Andreas, der motorang

Cliff
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Re: Probleme Licht, Blinker, Batterie

Beitrag von Cliff » Mo 9. Jul 2018, 13:36

Hallo Jungs,

merci für eure Tipps.
Wie gesagt, Regler ist bereits neu und hat dann im Zusammenhang mit der neuen Batterie auch in verschiedenen Drehzahlen rund 13,5-14 V gebracht.
Die "Ladeseite" der Batterie schließe ich von daher eher mal aus, aber klar: Nix is unmöglich und werde ich nochmal prüfen!
Klar ist auch: Batterien kann man laden, i.d.R. war das bei keiner mehr möglich.

Bzgl. Plan hat mich meine Vermutung doch nicht getäuscht. Das macht die Suche wesentlich einfacher, wenn´s ein klares Anschlußschema ist. Ich kenne Fahrzeuge, bei denen komplett frei gemischt wird:
- Sicherungen vor und nach Schaltern und sogar nach Verbrauchern.
- Spannungsgeschaltene und massegeschaltene Systeme
--> da wenn du suchst und keinen einigermaßen aussagekräftigen Plan hast, kannst dir die Kugel geben.

Dann werd ich mal in den nächsten Tagen/Wochen den Kabelbaum durchackern. Vielen Dank soweit!
Und danke für den Plan!

Cliff

Cliff
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Re: Probleme Licht, Blinker, Batterie

Beitrag von Cliff » Mo 9. Jul 2018, 22:02

... Shit, vertippt! Alles nochmal!

Servus,

weiß jetzt mehr, bin aber noch nicht viel schlauer.
Hab die Batterie geladen, ca 5h. Hält jetzt gute 12 V. Ob sie längerfristig einbricht weiß ich noch nicht.
Hab ohne Batterie die Ladespannung vom Regler geprüft, 9V im LL. Fällt bei höherer Drehzahl ab auf 4-5V.
Steckverbindungen von und zur Batterie geputzt, keine Änderung (logisch). Leitungen haben einen gewissen Eigenwiderstand.
Licht und Blinker reagieren analog zur Ladespannung, d.h. bei LL noch einigermaßen ok, bei höherer Drehzahl schlechter.
Batterie eingebaut, jetzt Ladespannung an der Batterie ca 14V, steigt bei höherer DZ auf 14,6-14,8V. Batterieeigenspannung ohne Leitungen 12,3V.

Ladeströme:
Licht aus, LL --> 1,2A (an der Batterie) keine Änderung bei DZ
Licht an, LL --> 1,2A (an der Batterie) keine Änderung bei DZ
Licht an, Motor aus --> 5,5 A (High) und 4,5 A (Low), gemessen an der Batterie
Licht aus, LL --> 1,2 A (am Gleichstromausgang Regler)
Licht an, LL --> 6,6 A (am Ausgang Regler) keine Änderung bei DZ

Ruhestrom bei Motor aus:
0,4 mA
Wenn ich den Regler ausstecke fließt kein Ruhestrom mehr. Wenn der Regler zwar angesteckt, aber nicht am Rahmen angeschraubt ist, fließt ebenfalls kein Ruhestrom. Widerstand Gleichstromausgang gegen Gehäuse 31 kOhm. Hab den alten Regler geholt --> gleiches Verhalten!
Rechnung geht auf: 12V / 31 kOhm = 0,4 mA
Das "nicht anschrauben des Reglers" zeigt mir, daß der Ruhestrom tatsächlich über das Reglergehäuse geht und nicht evtl über den Generator.

So, wat nu? Für mich lesen sich die Werte relativ normal. Einzig der Ruhestrom ist blöd. Was ich auch nicht weiß ist, ob der Regler die Batteriespannung braucht, um selber die Ladespannung aufzubauen???
Ist der Gehäuseschluß des Reglers normal? Zudem ich ja auch einen alten Regler hab, der exakt die gleichen Werte bringt?

Was meint ihr? Seht ihr was ich nicht sehe? Ziehe ich ggf. falsche Schlüße? Sollte ich einen Nato-Knochen einbauen (einen Schalter, der das Bordnetz von der Batterie trennt, wenn ich die XT abstelle)?

Gruß,Cliff

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motorang
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Re: Probleme Licht, Blinker, Batterie

Beitrag von motorang » Di 10. Jul 2018, 07:03

Servus,

zwei Denkfehler:

1) Der Regler regelt nur mit Batterie, Du kannst also ohne (funktionierende) Batterie nicht sinnvoll messen.

2) Der Regler "regelt" indem er die Spannung "misst" und den Überschuss gegen Masse schickt. Außerdem richtet er den Wechselstrom gleich. HINTER dem Regler ist es völlig wurscht, wo Du die Spannung vor den Verbrauchern misst, bis auf Leitungs- und Schalterverluste sollten das überall die gleichen Werte sein. An der Batterie zu messen ist allerdings sinnvoll, weil DORT die Spannung aufs Zehntel stimmen muss, damit die Batterie gut geladen wird. VOR dem Regler wird genauso geregelt, nur dass dort halt 2x Wechselstrom anliegen, daher anders gemessen werden muss.

Die Werte klingen gut!

Die 3 mA sind ziemlich egal wenn Du halbwegs regelmäßig fährst, das sind am Tag ca. 75 mAh, in 10 Tagen 750 mAh, in 100 Tagen ist die Batterie leer ... wenn Du länger als 1 Monat nicht fährst wär ein Knochen oder ein Erhaltungsgerät schlau.

Ich würd das echt versuchen während der Fahrt zu beobachten.

Gryße!
Andreas, der motorang

Cliff
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Re: Probleme Licht, Blinker, Batterie

Beitrag von Cliff » Di 10. Jul 2018, 11:10

Guten Tag die Herren!

Hab mir gestern schon sowas gedacht. Wenn die Batterie einmal durch ist, ist ein Teufelskreis geschlossen den der Regler nicht mehr brechen kann.
Leider komme ich nicht so oft zum Fahren, mal mehr, mal weniger. Aber es ist schon mal eine Flaute von 3-4 Wochen drin. Meist muß ich was transportieren oder bin beruflich unterwegs. Und regelmäßige Arbeitsfahrten hab ich nicht, da ich von zu Hause arbeite.
Wahrscheinlich wirds auf eine Knochen-Lösung rauslaufen. Vllt. funzt auch ein Arbeitsrelais, welches vom Regler angesteuert wird (weil ohne Batterie tut er ja auch ein bisschen was) und das schaltet dann die Batterie drauf. Mal sehen, obs mit einem 12V funzt, ggf. muß ein 6V rein.
Ich teste, dann berichte ich.

Batterie war über Nacht abgeklemmt und hat gehalten. Die bisherigen Batterien waren idR nicht mehr zu retten. Diese ist jetzt ca 9 Monate alt, glaub ich. Weiß grad nicht genau.

Merci soweit! Ich trink schon mal ein Bier auf euch!
Cliff

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Re: Probleme Licht, Blinker, Batterie

Beitrag von Spätstarter » Di 10. Jul 2018, 22:15

Denkfehler: Ein 6V Relais wird das Spiel bei Anliegen der vollen Netzspannung nicht lange mitmachen.
Von solchen Versuchen rate ich ab.

Ich favorisiere das Erhaltungsladen.
Als 'Hobbyelektrischer' habe ich für jedes Fahrzeug das passende Ladegerät + Anschluss gebastelt.
Die 600'er haben externe 4 mm Ladebuchsen (+) zur Buchse ist abgesichert mit einer fliegenden Sicherung.
Der Vivaro hat einen Lader und Booster für den Sekundärakku integriert, zusätzlich eine Ladebuchse für den Starterakku.
Absicherung siehe oben.
Die beiden SR haben nichts, die starten auch mit plattem oder ohne Akku. Die haben nur Steckdosen für das Navi.

So ein Minilader muss ja nicht viel können (z.B. keine 20A Ladestrom liefern), sondern nur den Verlust ausgleichen.
Wichtig ist es beim Dauerladen die Entladeschlussspannung penibel einzuhalten, totkochen schädigt einen Akku so effektiv wie tiefentladen.
Der 30 Jahre alte Ladekasten aus Opas Vermächtnis taugt allenfalls als Teilespender.
Ich regle 14,4 V als Ladeschlussspannung und 13,8 V für das Erhaltungsladen ein.

Cliff
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Re: Probleme Licht, Blinker, Batterie

Beitrag von Cliff » Do 12. Jul 2018, 18:00

Servus,

daß ein 6V-Relais in einer 12V-Anlage nicht wirklich fachmännisch ist, ist mir klar. Die Frage ist halt, schaffts ein 12er bei nur 9V Startspannung das Relais anzuziehen. Wahrscheinlich schon, getestet hab ich es aber noch nicht. Und ein 6V-Relais zu verheizen - mein Gott, ist halt dann ein Opfer der Wissenschaft. Es werden aber auch 9V-Anlasser in Traktoren mit 12V-Anlage eingebaut um beim Starten im Winter "mehr Kick" zu haben. Da geht dann noch eine ganz andere Leistung drüber...
Und ein 6er Relais hält schon auch ein bisschen was aus.

Mittlerweile hab ich eh einen anderen Plan. Und zwar ein 12er Relais, welches von der Zündung angesteuert wird.
Fakt ist ja, daß mein System von der VERSORGUNGS-Seite her leergesaugt wird. Die VERBRAUCHER-Seite ist sauber. Also ist auch das Zündschloß dicht. Ein damit angesteuertes 12er Relais kann also nicht schädlich sein (abgesehen von einem generell etwas höheren Stromverbrauch der Karre).
Wenn ich nun die Kiste abstelle, wird einfach der Versorgungsteil blindgestellt und die Batterie wird nicht mehr direkt leergesaugt. Und wenn ich die Zündung vergesse auszuschalten, dann zieht es so oder so die Batterie leer, mit Relais halt ein bisschen schneller.

Warum ich nicht mehr vom Regler her das Relais ansteuere ist ganz einfach: Einmal angesteuert kann die Batterie dauerhaft durch das Relais zurück die Spannung aufrechterhalten (auch beim Abstellen) so daß das Relais immer angezogen bleiben wird. Eine klassische Selbsthaltung.

Und Ladekabel ist mir zu blöd, ständig hin- und wegzubauen. Im Winter Batterie raus und ans Ladegerät ok, bzw. im Winter mal anhängen. Aber sonst muß das im Hintergrund ablaufen. Scheiße find ich halt, daß der Regler selber nicht dicht ist. Sonst gäbs das Problem gar nicht. Und da ich ja schon einen neuen drin hab, der die gleichen Symptome wie der alte hat wird mir auch ein dritter/neuer nichts bringen.

Das Relais fährt grad mitm Postauto spazieren, sobald ich das eingebaut und erste Erfahrungen damit hab kriegt ihr Bescheid.

Schönen Gruß,
Cliff

Cliff
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Re: Probleme Licht, Blinker, Batterie

Beitrag von Cliff » Fr 7. Sep 2018, 14:53

Hallo zusammen,

wie versprochen hier mein Rapport:

Symptom: Immer wieder leer gesaugte Batterie, was bei der Kicker nicht wirklich auffällt. Auffallend war sehr schwaches Licht, welches im Standgas noch am hellsten war und mit steigender Drehzahl schwächer wurde. Außerdem Blinkerprobleme.

Problem: Regler zieht (leicht, aber ausreichend) Strom im abgestellten Zustand. Der Kriechstrom war zwar gering, hat aber bei seltener Benutzung doch dazu geführt daß der Regler nicht mehr laden konnte, da dieser die reguläre Batteriespannung als Regelgrundlage benötigt. Der Regler ließ vom +-Anschluß (Batterieanschluß) über sein Gehäuse zum Fahrzeugrahmen den Strom fließen. Neuer Regler zeigte keine Besserung.

Lösung: Einbau eines 12V-Arbeitsrelais in die Versorgungsseite
Es geht eine Leitung vom Regler zur Batterie. Diese wurde gekappt und das Relais dazwischengesetzt. Somit wird im abgestellten Zustand der Regler von der Batterie getrennt und der Kriechstrom unterbunden. Da das Zündschloß nach wie vor mit Batteriespannung versorgt wird, habe die Relaisspule derart auf das Zündschloß geklemmt, daß mit Einschalten der Zündung auch das Relais anzieht. Damit ist sichergestellt, daß im Betrieb die Batterie geladen werden kann. Kriechstrom ist nicht mehr meßbar. Die Zündschloßspannung habe ich vom Bremslichtschalter (Fußbremse) geholt, dazu habe ich die Steckverbindung oberhalb des Bremslichtschalters (rechte Fzg-Seite) verwendet.

"Langzeittest": Hab das Ganze vor rund 7 Wochen umgebaut und damals einmalig die leere Batterie geladen. Bin in der Zeit relativ selten zum Fahren gekommen, die Batteriespannung ist heute noch in Ordnung, was früher nach so langer (oder kurzer?) Zeit nicht mehr der Fall war. Dementsprechend auch keine Probleme mit schwachem Licht oder Blinkerversagen.

Material: Man braucht ein Relais wie dieses:

Weiters braucht man ein paar Leitungen und passende Kabelschuhe (System Yamaha und Flachsteck 6,3mm für das Hella-Relais).

Zeit: Zum Umbau habe ich streßfrei rund 1,5 Stunden benötigt (inkl. Vorbereitung, Umbau und Aufräumen)

Schaltplan neu: Siehe Anhang, Relais ist oben rechts

Grüße und gute Fahrt an alle,
Cliff
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Schaltplan XT 600 neu.jpg

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