Kompessionstest

nicht ganz dicht ? Gewinde oder Dichtung im Eimer ?
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Tenere_1985
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Kompessionstest

Beitrag von Tenere_1985 » So 27. Nov 2016, 16:31

Hallo Leute,
XT 600 34 L Bj. 1983_habe den Kompessionstest bei kaltem Motor durchgeführt, und als Ergebnis nur 5,5 bar erhalten.
Bei warmem Motor, sollten es 10 bar sein.
Das eigentliche Problem ist das Folgende: Wenn der Motor kalt gefahren wurde, war die Leistung eindeutig schwach - sehr schwach. Bei Erreichen der Betriebstemparatur nach etwa 15 min, war eine deutliche leistungssteigerung plötlich da - nicht super aber annehmbar. Aber immer wieder unterbrochen von den Schwächeanfällen wie beim kalten Motor.

Motor raucht nicht, springt auch tadellos an, mind. 2 verschiedene Vergaser wurden ausprobiert, und der Luftfilter ist neu. Zündkerze Iridium- neu.
Ich habe die Ventile im Verdacht - worauf kann ich sonst noch achten?
Liebe Grüße aus Wien oder aus dem Weinviertel, oder von wo ich sonst gerade schreibe...

Josef

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Re: Kompessionstest

Beitrag von Henner » So 27. Nov 2016, 17:05

MAch die Messung nochmal, kippe aber ein paar Spritzer Öl in den Brennraum (nicht fluten!).
Erhöht sich dabei die Kompression deutlich, dann ist es Kolben/Kolbenringe.
Grüße, Henner

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Re: Kompessionstest

Beitrag von XTsucher » So 27. Nov 2016, 18:10

Wahrscheinlich kleben die Ringe, wenn sie kalt sind.
Grüße, Frederik - der jetzt 1VJ fährt.
Original ist schön und gut - ich fahre lieber.
Projekt 2019:
- LED Zusatzscheinwerfer - dauert :-)

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Re: Kompessionstest

Beitrag von Henner » So 27. Nov 2016, 18:11

XTsucher hat geschrieben:Wahrscheinlich kleben die Ringe, wenn sie kalt sind.
Come in and find out ;-)
Grüße, Henner

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Re: Kompessionstest

Beitrag von Tenere_1985 » Mi 30. Nov 2016, 12:41

Hallo Henner
danke für alle Tipps, mit "Come in" meinst du wohl ich soll den Kolben ausbauen, oder...
Liebe Grüße aus Wien oder aus dem Weinviertel, oder von wo ich sonst gerade schreibe...

Josef

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Re: Kompessionstest

Beitrag von Henner » Mi 30. Nov 2016, 13:32

Nö, war nur Werbung für eine Ölsorte ;-)

Schon mit Öl im Brennraum gemessen ?
Wobei Du ums öffnen wohl kaum herumkommst.
Grüße, Henner

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Re: Kompessionstest

Beitrag von XTsucher » Mi 30. Nov 2016, 14:33

Da wirst du wohl nicht drum rum kommen...
Da du dann eh' den kompletten Zylinder und -kopf demontieren musst, kannst du auch die anderen Teile wie Ventile, Nockenwelle, etc. prüfen.
Wenn Zylinderkopf und Ventile in Ordnung sind und "nur" der Kolben/-ringe am Ende sind, dann ist zu empfehlen, den Zylinder mit einem passenden (Nachrüst-)Kolben (z.B. JE-Kolbenkit) und -ringen hohnen zu lassen. Die originalen YAMAHA Kolben sind nicht (mehr) die Besten.

Sieht dann im Extremfall so aus: :mrgreen:
IMG_3976_klein.jpg
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Re: Kompessionstest

Beitrag von christian78 » Mi 30. Nov 2016, 22:41

Haha Lagerinnenauszieher und AGW Lager :mrgreen:
Ich wohn zwar nicht am Arsch der Welt, aber man kann ihn von hier aus hervorragend sehen!

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Re: Kompessionstest

Beitrag von XTsucher » Do 1. Dez 2016, 09:37

Hat einwandfrei funktioniert. Und demnächst ist alles wieder zusammen... tja, wenn man nicht zu viele Passhülsen in die Gehäusehälften einbaut und sich wundert, dass man die Schrauben für den Motormonatgehalter nicht durchs Gehäuse bekommt... Sauerei mit der Dichtungsmasse das ist...
Grüße, Frederik - der jetzt 1VJ fährt.
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Re: Kompessionstest

Beitrag von Hiha » Do 1. Dez 2016, 12:55

Hähä, ist mir schon zweimal passiert. Echt scheiße... :mrgreen:
Wobei: Wenn Du mit der Dichtungsmasse eine Sauerei erzeugt hast, war eindeutig viel zu viel davon auf den Dichtflächen.

Gruß
Hans

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