Kleines Update
Habe Tajikistan & Usbekistan heile überstanden!
Die Kiste macht wirklich alles mit!
Tajikistan hatte mit Abstand die schlechtesten 'Straßen' aber auch mit die beeindruckendesten Aussichten! (Nach Kirgistan natürlich)
Irgendwo hatte ich glaube ich schon berichtet ,der Anstieg auf die 4600m ging relativ problemlos und auch die aklimatisierung hat genau nach Plan funktioniert! (3000m -> 3500m -> 4000m -> Pass)
Ich hatte wieder mein Österreicher getroffen mit dem ich den Pass bis nach Murgab gefahren bin. Murgab ist zwar echt das allerletzte Kaff, aber dort habe ich endlich mein Gejagtes Fell für den Sitz gefunden! Yak wurde es. Dort ist das Fell irgendwie ein Abfallprodukt weswegen ich den Pelz umsonst bekam
Danach trennten wir uns wieder und ich fuhr alleine Richtung Whakan valley. Das war mir Abstand die beschissenste Straße die ich je gefahren bin. Die ausweichspuren waren ähnlich scheisse... Die armen LKW Fahrer taten mir leid.
Dann ging es endlich das Whakan lang, welches wirklich traumhaft war. Die Straße war top Schotter weswegen ich ganz schön geballert bin
Dann gab es noch eine sketchy Flussüberquerung und ich war irgendwann an der Hälfte angelangt.
Die Taktiken sind wie überall in zentralasien extrem nett, und da die Straße ja durchaus touristisch ist, rannten die Kinder allerorts schon zur Straße wenn sie die xt knattern hören
Aber die Taktiken taten mir schon extrem leid. Die Landschaft lässt keinen Platz für Vieh und Landwirtschaft und die Menschen haben dort wirklich gar nichts. Weswegen mir das arrogante Geschwätz einiger Reisenden schon ganz schön auf den Keks ging (uuuh hier ist alles so teuer, ne da Zelte ich lieber. Ne das Essen ist hier gar nichts, ich ernähre mich da lieber nur von Snickers)
Weiter ging es entlang der afghanischen Grenze wo die Straße zunehmend beschissener wurde (wilde Stein Asphalt Mischung die wirklich gar kein Spaß machte)
Ich bog auf Empfehlung eines anderen Reisenden also ab und fuhr eine sehr anstrengendene aber belohnende Passstraße, die sich aber irgendwie verlief. Kein Wunder ,denn mein Navi macht Dushanbe war auf offroad eingestellt und hat mich wirklich komplett am Arsch der Heide langeführt.
Ich dachte mir gerade ich hab die Straße wieder gefunden (stellte sich als Irrtum raus, denn die Straße war 3 km flussabwärts überschwemmt), da machte sich mein reifen bemerkbar ,der mal wieder Platz war.
Naja nervig, aber hilft ja nichts. Also Steine gesucht, aufgebockt und Reifen raus.
Nach dem Wechsel wollte ich aufpumpen, dann hörte ich doch ein zischen?
Der Ersatzschlauch hatte aus unerklärlichen Gründen ebenfalls ein Loch!
Schöne Scheisse, also alles nochmal.
Zum Glück hatte ich hier irgendwo Mal gelesen ,dass man auch den Schlauch von vorne für hinten nehmen kann. Eine andere Wahl hatte ich eh nicht, da wirklich keine Sau auf dieser Straße fuhr.
Das ganze hatte mich dann doch zwei Stunden gekostet und es wurde dunkel.
Eine Stunde später stellte ich fest nachdem ich weiter durch die gottlose Pampa gefahren bin, dass die ganze Zeit parallel zu mir die 1A blitzblank neue Asphalt Straße war.....
Auf der ging es dann Jedenfalls weiter (noch drei Stunden)
An der Tanke, ich hatte endlich wieder trinken ,kickte ich die Maschine. Rrrrrratttt. Knacks. Ochnee.
Kickstarter gebrochen. Wie geht das denn..?
Die zwei Jungs aus der Tanke gaben mir Starthilfe mit schieben und ich fuhr ohne anhalten einfach durch bis zum hostel.
Am nächsten Tag ging es mitsamt dem Kickstarter und Taxi zu einer Werkstatt Landschaft. Der erste Kollege konnte mir gleich helfen und ein junger Typ schweißte mir den Kicker.
Mit etwas Angst probierte ich ihn aus, und bis jetzt läuft alles tadellos!
Weiter ging es von Dushanbe Richtung sarmakant (Usbekistan) Übrigens bekam ich in dem Hostel so wie jeder zweite dort massivst die scheisserei die ne ganze Woche anhielt und echt anstrengend war...
Die usbekische Städte waren aber phänomenal, so wie erwartet und ich machte in Buchara und sarmakant jeweils ein super Pause Tag.
Tashkent war eher so meh, und der ganze verkehr langweilte mich doch sehr..
Übrigens fahren in Usbekistan wirklich 99.9% NUR Chevrolet. Keine Ahnung wieso. Wollte ich mal rausfinden.
Heute ging es über die Grenze in mein geliebtes Kasachstan. Und ich muss sagen, selbst die ersten Stunden haben mir schon ein vertrautes Gefühl. So anstrengend Kasachstan auch ist, so willkommen heißt es einen! (Vielleicht finde ich auch nur die Flagge am schönsten..)
Irgendwie bin ich schon ein bisschen traurig jetzt nach Hause zu fahren, aber zentralasien war einfach nur genial. Mit Höhen und Tiefen, im wahrsten Sinne des Wortes
Aber es wartet ja nochmal Georgien/Türkei und andere Balkan Länder auf mich!